Chronik

1872:

Bereits im Jahr 1872 taten sich einige Musiker zusammen und gründeten die erste Blaskapelle. Die Beschaffung der Instrumente war sicher für den einzelnen ein Opfer und so können diese Männer wohl Idealisten genannt werden.

Die erste Blaskapelle um 1890Wenn die Blaskapelle des Musikvereins Großaitingen im Jahr 1975 für 100-jähriges Bestehen mit der vom Bundespräsidenten gestifteten „Pro-Musica-Plakette“ ausgezeichnet werden konnte,  ist dies in erster Linie das Verdienst jener Musiker. Geführt wurde die damalige Kapelle von H. Benedikt Dieminger. Sie war auch in den Nachbargemeinden bekannt und begehrt, da dort noch keine Blasmusik bestand.

1905:

Herr Dieminger übergibt den Tacktstock an seinen Nachfolger, Sebastian Egger. Als strenger aber gerechter Dirigent betreute dieser die Blaskapelle über vier Jahrzehnte! Es muss nicht besonders erwähnt werden, dass diese Aufgabe in der Zeit der beiden Weltkriege nicht immer so leicht war. Als guter Ausbilder konnte Egger in seiner Amtszeit die Zahl der Musiker von 7 auf 14 Mann erweitern.

1949:

Im Nachkriegsjahr 1949 legte Sebastian Egger seinen Dirigentenstab aus der Hand und es kam zur Teilung der Kapelle. Für den einen Teil übernahm Herr Josef Echter die Führung.

Der übrige Teil der Kapelle Egger schloss sich  der im gleichen Jahr neugegründeten Kapelle Josef Huber an, dessen Ziel es war, den Klangkörper zu erweitern und zu verfeinern.

1954:

Nach unermüdlicher Probenarbeit hat es Huber geschafft, am 1. Bezirksmusikfest in Gennach einen verdienten Erfolg zu erzielen. 

1956:

Um der aufstrebenden Kapelle Josef Huber den nötigen Rückhalt zu geben, gründeten am 15. April 1956, 21 Idealisten den Musikverein Großaitingen. Es trafen sich in der damaligen Gaststätte Wiedemann, bekannt als „Klaiberwirt“: Josef Huber, Josef Kugelmann, Franz Frey sen., Franz Frey jun., Josef Waworka, Fritz Altheimer, Andreas Seitz, Robert Rech, Franz Heiß, Sebastian Stellinger, Karl Fischer sen., Josef Fischer, Helmut Fischer, Xaver Zerle, Xaver Leimer, Manfred Greinwald, Armin Simnacher, Edmund Simnacher, Anton Welz, Hermann Petrauschke und Josef Wiedemann.

Die Großartiger Musikkapelle von 1959In dieser Versammlung wurde Josef Kugelmann zum ersten Vorsitzenden gewählt und Josef Huber zum Dirigenten bestellt. Dirigent Huber wurde sofort beauftragt, bald möglichst mit den Proben zu beginnen. So fand bereits am 1. Juli 1956 das erste öffentliche Konzert des neu gegründeten Musikvereins im Saal des Gasthofes Meitinger statt. Die Beschaffung von Instrumenten für die junge Kapelle bereitete damals große Schwierigkeiten. So mussten z.B. eine Tuba und eine B-Klarinette größtenteils aus Darlehen von Vereinsmitgliedern finanziert werden.

1958 / 1959: 

Den Musikern gelang es, ihren Leistungsstand beträchtlich zu steigern, so dass sie im Jahr 1958 zum ersten Mal an einem Bundesmusikfest teilnehmen konnten. Aus diesem Anlass fuhren die Großaitinger Musikanten mit einem Bus der Bundesbahn nach Mindelheim.

Angespornt durch das gute Abschneiden in Mindelheim, entschlossen sich die verantwortlichen Männer in Großaitingen ein Bezirksmusikfest auszutragen. Am 10. November 1958 wurden die ersten Weichen für das zweite Bezirksmusikfest des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund im Jahr 1959 in Großaitingen gestellt.

14 Kapellen nahmen am Wertungsspiel des Musikfestes am 18. und 19. Juli 1959 teil, wobei die Kapelle Großaitingen damals das Prädikat „Sehr gut mit Lob“ erhielt.

1960: 

Nach den Neuwahlen der vierten Jahreshauptversammlung im Mai 1960 kamen Karl John-Schenk als zweiter Vorstand, Josef Stellinger als Kassierer und Emil Grundei als Schriftführer neu in die Vorstandschaft.

In dieser Versammlung wurde auch erstmals über die Beschaffung einer Tracht beraten. Für die Anschaffung dieser Trachten waren rund 5.000 DM erforderlich.
Nachdem nur 2.000 DM an Eigenmitteln vorhanden waren, musste der Rest durch Sammelaktion bei Mitgliedern und Betrieben sowie über Zuschüsse von Behörden aufgebracht werden. Durch viele Bittbriefe, geschrieben von Schriftführer Emil Grundei und Kassierer Josef Stellinger, konnte die Tracht schließlich beschafft werden. Die Einkleidungsfeier fand am 5. November 1960 unter Mitwirkung der Kapelle Bobingen im Vereinslokal „Klaiber“ statt.

1962 / 1963: 

Am 9. November 1962 trat der seit Vereinsgründung amtierende erste Vorsitzende Josef Kugelmann zurück. Sein Amt übernahm der seit den Wahlen 1960 tätige zweite Vorsitzende Karl John-Schenk. Bei den Neuwahlen am März 1963 bildete sich die neue Vorstandschaft aus Karl John-Schenk erster Vorsitzender, Georg Ruf sen. zweiter Vorsitzender, Josef Stellinger Kassierer und Emil Grundei als Schriftführer.

1964 – 1966: 

Im Februar 1964 wurde erstmals über den Bau eines Musikerheimes diskutiert. Das geplante Probenlokal wurde dann am 17. April 1964 zum Bau beschlossen. Im Dezember 1965 stand das Gebäude am Wiesenweg im Rohbau. Eine Spendenaktion erbrachte die erforderlichen Mittel, so dass der Bau, ein Meilenstein in der Geschichte des Musikvereins, im April 1966 bezogen werden konnte.

Eine Änderung brachte die Vorstandswahl der Jahreshauptversammlung am 3. April 1965, als Sebastian Stellinger zum zweiten Vorsitzenden gewählt wurde.

1970: 

Nach 14 jähriger Tätigkeit übergab Dirigent Josef Huber im Jahr 1970 den Taktstock an Manfred Greinwald. Als „Mann der ersten Stunde“ wie man Josef Huber bezeichnen muss, leitete er die Kapelle seit der Vereinsgründung. Grundlage für das gute Abschneiden an 18 Musikfesten waren sein unermüdlicher Einsatz für die Kapelle und die fruchtbare Nachwuchsarbeit.

1975: 

1976 mit Dirigent Manfred Greinwald1975 wurde dem Musikverein Großaitingen vom damaligen Bundespräsidenten Walter Scheel die „Pro Musica-Plakette“ verliehen. Eine Auszeichnung für 100 Jahre urkundliche nachgewiesene Blasmusik-Tradition in Großaitingen. Anlässlich der 1000-Jahr-Feier der Gemeinde Großaitingen führte der Musikverein ein Musikantentreffen durch. Vom 18. bis 21. Juni 1975 beteiligten sich 12 Kapellen des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen-Musikbund an diesem Treffen.

1978 / 1979: 

Die Jahreshauptversammlung am 17. Februar 1978 brachte erneut Veränderungen in der Vorstandschaft. Zum ersten Vorsitzenden wurde wieder Karl John-Schenk gewählt. Neu hinzu kam Hugo Rach als zweiter Vorsitzender und Franz Wilhelm als Kassierer. Schriftführer blieb Emil Grundei. Anlässlich des Ausscheidens des langjährigen zweiten Vorsitzenden und Gründungsmitgliedes Sebastian Stellinger und des langjährigen Kassierers Josef Stellinger wurde diesen die Ehrenmitgliedschaft verliehen.

Vorgeschlagen von den beiden neuen Ehrenmitgliedern, beschloß der Musikverein, nach längerer Pause im Bezirk 13 des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes wieder ein Bezirksmusikfest durch zu führen. Die ersten Planungen dazu wurden im Oktober 1978 vorgenommen.

21 Kapellen beteiligten sich am Wertungsspiel des zwölften Bezirksmusikfestes in Großaitingen vom 13. bis 18. Juni 1979. Festlich geschmückte Wagen konnten wegen der schlechten Witterung erst eine Woche später zum Festzug fahren. Imponierend am ganzen Fest war allein schon die Eröffnung mit Fackelzug und großem Zapfenstreich am Mittwochabend. Eine große Bereicherung für dieses Fest war der Besuch der schweizerischen Kapelle aus Aarwangen im Berner Oberland.

Insgesamt fünfmal weilten die Aarwanger Musikanten zwischen 1962 bis 1983 in Großaitingen, ebenso oft waren die Großaitinger in Aarwangen. Ausländische Partnerschaftskapellen hatte der Musikverein aber bereits in den Jahren 1959 bis 1965 unter der Führung von Dirigent Josef Huber und Josef Waworka gefunden. Zu dieser Zeit waren Musikkapellen aus Straß und Niederau in Tirol zweimal in Großaitingen zu Gast; umgekehrt waren die Großaitinger zweimal in Straß und einmal in Niederau auf Besuch.

1980 / 1981: 

Nach 10 jähriger erfolgreicher Tätigkeit gab im Juni 1980 Dirigent Manfred Greinwald sein Amt an Heinz Egger ab.

Auf der Jubiläumshauptversammlung am 7. März 1981 wurde nach dem Rücktritt des langjährigen Vorstandes Karl John-Schenk, Johann Gruber zu seinem Nachfolger gewählt. Zweiter Vorsitzender blieb Hugo Rach und Kassierer Franz Wilhelm. Das Amt des Schriftführers übernahm Franz Turner vom langjährigen Schriftführer Emil Grundei. Am 2. Mai 1981 fand im Saalbau „Unterer Wirt“ die 25-Jahrfeier statt, in der alle noch lebenden Gründungsmitglieder geehrt wurden. Bei dieser Veranstaltung wurde der langjährige erste Vorsitzende Karl John-Schenk zum Ehrenvorstand ernannt.

1983 – 1989: 

Im Jahr 1983 mit Dirigent Heinz Egger Unter der Regie von Johann Gruber wurde das Musikheim neu renoviert und am 31. Juli 1983 im Rahmen eines Gartenfestes feierlich eingeweiht. Im selben Jahr wurde eine neue Tracht angeschafft, wobei sich die Mädchen erstmals in feschen Dirndeln präsentierten. Die Finanzierung der Tracht war nur durch viele freiwillige Spenden bei Mitgliedern und Betrieben sowie über Zuschüsse von Behörden möglich.

1984 übernahm Franz Turner zusätzlich das Amt des Kassierers und 1985 Bernhard Graf das Amt des zweiten Vorstandes des Vereins. Zu Repräsentationszwecken bei Umzügen bekam der Musikverein in diesem Jahr von Resi und Simpert Müller einen Schellenbaum geschenkt. Nach dem Rücktritt von Dirigent Heinz Egger im März 1985 übernahm Rudolf Grimme sen. kommissarisch die Dirigententätigkeit, ehe im August 1985 Karl-Ludwig Weiner aus Oberottmarshausen als neuer Dirigent gewonnen werden konnte.

Weitere Meilensteine in der Geschichte des Musikvereins waren in der zweiten Hälfte der 80er Jahre:

  • 1985 Anschaffung von Pultbehängen
  • 1986 Fertigstellung einer vereinseigenen, zweistufigen Bühne
  • 3. bis 14. Mai 1986 Teilnahme an einer Mittelmeerkreuzfahrt „Rund um Westeuropa“ als Bordkapelle, 1988 zweite Kreuzfahrt
  • 1987 Kassetten- und Videoaufnahme

Die Musikerinnen und Musiker 1986 auf Kreuzfahrt. Dirigent: Karl-Ludwig WeinerAnlässlich einer Berlinreise 1985 wurde auf der Bundesgartenschau erstmalig Kontakte zum Musikzug Burgfarnbach geknüpft.

1990 – 1993: 

1990 fanden wieder Änderungen in der Vorstandschaft bzw. am Dirigentenpult statt: Günter Knöpfle übernahm das Amt des zweiten Vorstandes, Armin Göppel löste Karl-Ludwig Weiner als Dirigent ab. 

Da im Sommer 1993 Armin Göppel sein Amt als Dirigent aus beruflichen Gründen niederlegte, konnte ab Oktober 1993 Johann Öschay aus Wehringen für zwei Jahre als sein Nachfolger gewonnen werden. Ab Oktober 1995 leitete Helga Wagner die Musikkapelle.

1995 – 1996: 

Im Herbst 1995 konnte auch unser neues, größeres Probenlokal unter der Mehrzweckhalle bezogen werden. Am 12. Januar 1996 kam es zu einer einschneidenden Veränderung in der Vorstandschaft. Das Amt, des langjährigen ersten Vorsitzenden Johann Gruber wurde von Franz Turner übernommen. Als zweiter Vorsitzender wurde Rudolf Grimme bestimmt, als Kassiererin Elisabeth Gruber und als Schriftführer Reinhard Schmidt. Am 27. April 1996 feierte der Musikverein sein 40 jähriges Bestehen. An diesem Abend wurde in der neu errichteten Mehrzweckhalle der Festabend mit einem umfangreichen Programm abgehalten. Mitglieder die seit 40 Jahren dem Verein die Treue hielten, wurden geehrt und die Chronik des Vereins verlesen. Der damalige Vorstand Franz Turner konnte zahlreiche Ehrengäste, Gründungsmitglieder und der befreundete Musikzug aus Burgfarrnbach begrüßen. Am darauf folgenden Wochenende wurde eine Abendserenade auf dem Rathausplatz, sowie am Sonntag ein Festgottesdienst abgehalten. Zum ersten Mal fand in diesem Jahr auch dass zur Tradition gewordene Maifest, gemeinsam veranstaltet mit dem Katholischen Burschenverein, damals noch auf dem Festplatz, später vor dem Großaitinger Rathaus statt. 

1997: 

Am 21. März 1997 stellte erster Vorstand Franz Turner sein Amt zum Wohle des Vereins zur Verfügung, da bereits im Vorfeld die restlichen Vorstandschaftsmitglieder von ihren Ämtern zurückgetreten waren. Nach dem beschlossen wurde, die neue Vorstandschaft zu einem späteren Zeitpunkt zu wählen, wurde der Verein kommissarisch von Rudolf Grimme, Reinhard Schmidt und Elisabeth Gruber weiter geführt. Die Neuwahlen fanden dann am 12. Juni 1997 im Gasthof Geiger statt. Zum neuen ersten Vorstand wurde Hermann Mayr gewählt. Markus Wagner übernahm das Amt des zweiten Vorsitzenden. In den weiteren Ämtern wurde Elisabeth Gruber als Kassiererin und Nikolaus Trenz zum Schriftführer bestellt. Tanja Buntrock konnte als Leiterin für die Nachwuchsgruppe gewonnen werden. Ein besonders Lob verdiente in diesem Jahr unsere Jugend, die ein Weihnachtsspiel einstudiert und zu verschiedenen Veranstaltungen aufgeführt hatte. Der Erlös von 1.100 DM ging zugunsten der Station 2 der Kinderklinik des Zentralklinikums Augsburg. Zum Jahresende legte unsere Dirigentin Helga Wagner aus beruflichen Gründen den Taktstock nieder. Als Nachfolger konnte erneut Armin Göppel gewonnen werden.

1998: 

Überraschend trat am 09. Juni 1998 erster Vorstand Hermann Mayr von seinem Amt zurück. Der bis dahin tätige zweite Vorstand Markus Wagner leitete den Verein bis zur nächsten Jahreshauptversammlung weiter. Zum ersten Mal lud der Verein im Herbst als kleines Dankeschön die zahlreichen Helfer der verschiedenen Vereinsaktivitäten zu einer Fahrt nach Berchtesgaden ein. Dieser Ausflug findet seitdem jedes Jahr statt. Zum Jahresende konnte der Vereinsstadel, in gemeinsamer Arbeitsleistung mit anderen örtlichen Vereinen, fertig gestellt und bezogen werden. Seitdem findet dort, im neu renovierten „Wiedemanstadl“ das zahlreiche Vereinsinventar sein zuhause.

Armin Göppel übergab zum Jahreswechsel sein Amt als Dirigent an Hermann Diem, der zum 01. Februar 1999 seine Nachfolge am Dirigentenpult antrat.

1999: 

Nachdem Tanja Buntrock die Leitung der Nachwuchsgruppe beendet hatte, übernahm der neue Dirigent auch die Betreuung der jungen Musiker, mit dem Ziel, diese so rasch wie möglich in die Stammkapelle zu integrieren. Während der Jahreshauptversammlung des Vereins wurde dann Johann Gruber erneut zum ersten Vorstand des Musikvereins von den versammelten Mitgliedern gewählt.

Zu Gunsten der in Renovierung befindlichen Sankt Sebastianskappelle, veranstaltete der Musikverein gemeinsam mit dem Liederkranz eine abendliche Serenade im Hof der neuen Schule. Schmutzig und grau präsentierte sich das Musikerheim am Wiesenweg. Es wurde dringend Zeit, am Probenhaus einen neuen Anstrich anzubringen. Freiwillige Helfer schafften es in kurzer Zeit, dem Musikerheim ein gebührendes Aussehen zu verpassen. Zur traditionellen Weihnachtsfeier, führten die Jungmusiker, unter dem Applaus der Gäste, das Stück „Ein Münchner im Himmel“ auf.

2000: 

Veränderungen in der Vorstandschaft gab es bei den Wahlen während der Jahreshauptversammlung im Jahr 2000. Markus Wagner stand nicht mehr als zweiter Vorstand zur Verfügung. Seine Nachfolge trat Thomas Klupp an. Weitere Veränderungen in der Vorstandschaft unter Vorstand Johann Gruber gab es nicht. Zum ersten Mal fand diese Veranstaltung im Probenraum unter der Mehrzweckhalle statt. Bassist Max Fiederl übernahm zur Vorbereitung auf das anstehende Herbstkonzert, übergangsweise, von Hermann Diem die musikalische Leitung der Nachwuchsgruppe.

2001: 

Die Jahreshauptversammlung 2001 nahm erster Vorstand Johann Gruber zum Anlass, die langjährigen Vereinsmitglieder Felix Schachtschabel und Ferdinand Prosser zu Ehrenmitgliedern des Musikvereins zu ernennen. Zum Bedauern aller Beteiligten, beendete Max Fiederl im April seine Tätigkeit als Dirigent der Nachwuchsgruppe. Die Nachfolge tritt im Sommer dann Stefanie Sperber an und bereitet die Jugend auf das anstehende Herbstkonzert vor. Im neuen „Outfit“ zeigen sich die Musikerdamen im Herbst. Die Damentracht wurde durch einen zur Tracht passenden Hut ergänzt. Zum Jahresende steht erneut ein Wechsel, der musikalischen Führung der Kapelle an. Im Dezember beendet Hermann Diem seine Tätigkeit als Dirigent.

2002: 

Zum Jahresbeginn 2002 tritt Stefanie Sperber, als neu geprüfte Dirigentin, das Amt des musikalischen Leiters der Kapelle an.

Bereits zum 20. Male wird im Frühsommer nun schon das beliebte Gartenfest, rund um das Musikerheim am Weihbächle gefeiert. Zum ersten Mal umrahmt die Kapelle die kirchlichen Feierlichkeiten an Allerheiligen.

2003: 

Zur Jahreshauptversammlung im Jahr 2003 ändert sich die Vorstandschaft. Zum ersten Vorstand wird Bernhard Mahr gewählt. Ihm zur Seite steht Christine Haug als neue zweite Vorsitzende. Weiterhin tätig als Kassiererin bleibt Elisabeth Gruber und im Amt des Schriftführers bleibt weiterhin Nikolaus Trenz. Für die aufstrebende Jugendkapelle und die Nachwuchsarbeit zu intensivieren, konnte Roland Dworschak als neuer Jugenddirigent- und Ausbilder gewonnen werden. Im Juni 2003 traten die Verantwortlichen des Bezirkes 13 des Allgäu-Schwäbischen-Musikbundes an den Verein heran, mit dem Wunsch, das Bezirksjugendkonzert in Großaitingen auszurichten. Unter großem Applaus stellten zahlreiche junge Musiker ihr Können in der Mehrzweckhalle unter Beweis. Das traditionelle Gartenfest wird nun auch mit Aktivitäten der Vereinsjugend bereichert. Während des Herbstkonzertes wurde Johann Gruber vom Vorstand des Musikvereins zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Zum Ende des Jahres, legt Stefanie Sperber, nach zweijähriger Tätigkeit, den Taktstock nieder.

2004: 

In bewährter Manier übernimmt wieder übergangsweise Max Fiederl, von Januar bis April 2004, die Probenarbeit mit der Kapelle. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung ändert der Verein einige, nicht mehr zeitgemäße, Paragraphen der Vereinssatzung. Um auch in die Jugendarbeit geordnete Verhältnisse zubringen, beschließt die Vorstandschaft eine Jugend- sowie eine Ausbildungsordnung. In der darauf folgenden Jugendversammlung wurde Manfred Haug zum Jugendleiter des Vereins gewählt. Da die Kapelle zu dieser Zeit keinen hauptamtlichen Dirigenten besitzt, übernimmt Armin Göppel kommissarisch, bis zur Sommerpause die Probenarbeit. Die intensive Suche nach einem neuen Dirigenten konnte im September 2004 abgeschlossen werden. Ottmar Weihmayer wird als Dirigent des Musikvereins verpflichtet. In den nur verbleibenden zwölf Wochen bereitete und studierte er mit der Kapelle ein abwechslungsreiches Konzertprogramm ein.

2005: 

Nach vielen Jahren nimmt der Musikverein 2005 wieder an einem Wertungsspiel in der Nachbargemeinde Wehringen teil. Im Kritikspiel stellen die Musikerinnen und Musiker ihr Können mit gutem Erfolg, unter Beweis. Das in die Jahre gekommene Mischpult samt Verstärkeranlage muss der Verein im Frühsommer durch eine neue, kostenintensive Anlage ersetzt werden. Das nahende 50-jährige Vereinsjubiläum wirft seine Schatten voraus. Die Vorstandschaft beginnt mit den Planungen und Vorbereitungen für den heutigen Abend.
Lange Zeit schon äußern die Musiker den Wunsch, für die kalte Jahreszeit, eine einheitliche Winterjacke zu beschaffen. Der Leonhardiritt ist dann endlich der erste Termin, zudem sich die Musiker in ihrer neuen Jacke präsentieren können.

2006: 

Mit Dirigent Ottmar Weihmayer im Jahr 2008Historisches ereignet sich zur Jahreshauptversammlung 2006. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte übernimmt eine Frau den Vorsitz des Musikvereins Großaitingen. Christine Haug tritt die Nachfolge von Bernhard Mahr an. Zum zweiten Vorstand wird Ernst Stauderer gewählt. In den Ämtern des Kassierers und des Schriftführers finden keine Veränderungen statt.

2009:

Bei der Generalversammlung 2009 wird die Anschaffung einer neuen Tracht beschlossen. Innerhalb eines halben Jahres kann dieses Vorhaben mit Hilfe von privaten und kommunalen Spenden in die Tat umgesetzt werden.

Ende des Jahres 2009 gibt Ottmar Weihmayer nach 5-jähriger Tätigkeit seinen Rücktritt als erster Dirigent bekannt. Besetzt wird dieses Amt wieder übergangsweise durch Stefanie Sperber.

2010:

Nach vielen Jahren nimmt die Musikkapelle wieder an einem Wertungsspiel in Schwabmünchen teil, dass der Musikverein Schwabegg in der dortigen Stadthalle ausrichtet. Angespornt durch das gute Abschneiden steht die Verbesserung des Spiels von nun an an oberster Stelle.

Im August übernimmt Rudolf Seitz aus Schwabmünchen spontan das Amt des ersten Dirigenten. Mit ihm konnte ein äußerst erfahrener Musiker mit 40jähriger Dirigenten-Erfahrung gewonnen werden. Auch die Vorbereitung und die Leitung des Herbstkonzerts im November übernimmt Rudolf Seitz. Stefanie Sperber steht der Kapelle als zweite Dirigentin zur Verfügung, sodass der Musikverein in der glücklichen Lage ist, auf zwei musikalische Leiter zurückgreifen zu können.

2011: 

Nach dem Kirchenkonzert 2011Zum ersten Mal findet ein Kirchenkonzert im Frühjahr statt. Dieses soll jährllich stattfinden, um neben der traditionellen auch die konzertante und sakrale Musik tiefer in den Jahresablauf zu integrieren und präsentieren.

Beim Wertungsspiel in diesem Jahr konnte die Musikkapelle einen Erfolg verbuchen – wurde das Vorjahresergebnis um eine Stufe verbessert („Mit sehr gutem Erfolg“). Zur Vorbereitung auf diesen Auftritt wurde ein Probentag abgehalten, bei welchem Dozenten den Musikern halfen, ihre musikalischen Möglichkeiten zu erweitern.

2012:

Nachdem aus Mangel an Nachwuchsmusikern der Spielbetrieb der Jugendkapelle vorübergehend eingestellt werden musste, konnten im Herbst nahezu alle Jungmusiker der ersten Klasse der Bläserschule übernommen und das Orchester neu unter der Leitung von Rudi Seitz aufgebaut werden. Beim Herbstkonzert hatte das Ensemble seinen ersten vielbeachteten Auftritt. Zum ersten Mal gelang es dem Musikverein vor vollbesetztem Haus zu spielen. Durch Anschluss des Musikgartens an den Musikverein sieht sich der dieser nun in der Lage, musikalische Ausbildung bereits vom frühen Kindesalter an bieten zu können.

2014:

Zum ersten Mal seit vielen Jahren wurde 2014 wieder ein zweitägiger Vereinsausflug nach Österreich unternommen. Die Musiker sind sich einig, dass diese Ausflüge nun wieder regelmäßig stattfinden sollen.

Besondere stolz sind wir in diesem Jahr auf unsere Jugendkapelle: Beim Wertungsspiel gingen Sie als Beste Ihrer Gruppe hervor. Und das, obwohl sie erst zum zweiten Mal überhaupt angetreten waren. Auch ein Jugendkonzert ist nun ein fester Bestandteil des Jahres: hier stehen der Musikgarten, die Flötengruppe, die Bläserklasse und auch die Jugendkapelle zusammen auf der Bühne.

2015:

Bei den Wahlen der Jahreshauptversammlung 2015 werden Ernst Stauderer als 1. Vorstand und Günter Kucera als 2. Vorstand bestätigt. Um zukünftig die Aufgabenverteilung breiter zu fächern, wurde beschlossen, die Vorstandschaft zu erweitern. Es sind nun auch Vertreter der Jugend dauerhaft den Sitzungen zugegen. Bei den Wertungsspielen 2015 konnte sich unsere Jugendkapelle Ihr sehr gutes Abschneiden des Vorjahres noch steigern. Zum wiederholten Male wurde sie Gruppen-Erster, was mit einem Wanderpokal honoriert wurde.

2016:

Das Jahr 2016 steht ganz im Zeichen der Vorbereitungen zur Feier zum 60-jährigen Bestehens des Musikvereins. Anlässlich dieses Abends wurde ein großer Teil der Jugendkapelle ins Blasorchester integriert – für uns ein Zeichen, dass die viele Mühe, die wir in die Jugendarbeit einbringen, zum Fortbestehen des Vereins beiträgt.

2018:

Ein großartiger Erfolg für unsere Bläserklasse: Beim bayerischen Bläserklassenwettbewerb in München belegten die Nachwuchsmusiker in ihrer Altersklasse den 1. Platz! 

Im Oktober wurde eine Kooperation mit der Musikschule beathof eingegangen. Diese ersetzt fortan den Musikgarten bei der musikalischen Früherziehung. Im Oktober kündigt Rudolf Seitz nach 8-jähriger Tätigkeit seinen Rücktritt als 1. Dirigent von Jugend- und Musikkapelle zum 1. Januar 2019 an. 

2019:

Der Musikverein Großaitingen geht ab diesem Jahr neue musikalische Wege. Für die Leitung der Jugendkapelle konnte nach nur kurzer Zeit Valentin Scherer begeistert werden, mit dem der Verein bereits über den beathof in Kontakt steht. Im Rahmen dieses Umbruchs wurde entschieden, der Jugendkapelle einen neuen Namen zu geben. Die Wahl hierfür fiel auf „BRASSerei“ (Ableitung von „Brass Band“). 

Bei der Musikkapelle soll ab diesem Jahr das Unterhaltungsprogramm reformiert werden. Teil davon soll zukünftig etwa, bei passenden Stücken, auch die musikalische Unterstützung durch Gesang sein. Im Rahmen der Dirigentensuche wurden zwei Probedirigate durchgeführt. Die Musiker entscheiden sich demokratisch für Michael Herrles aus Langerringen, der sein Amt als 1. Dirigent im März antritt.

Im Juni entsteht dem Verein wegen eines Wasserschadens im Probenraum ein Sachschaden in Höhe von 5.500 €. Davon betroffen sind auch viele Konzertnoten, von denen mehr als die Hälfte nicht mehr wiederzubeschaffen ist. Die Noten sollen zukünftig auch digital archiviert werden, worum sich Notenwart Günter Knöpfle kümmert.

Ab dem Herbst hat der Musikverein Großaitingen eine neue musikalische Untergruppe: Der ehemalige Großaitinger vhs-Kurs „Ensemblespiel“ findet fortan unter MVG-Flagge als „Volksmusikgruppe“ statt. Zusätzlich gründen einige Musiker die Alphornbläsergruppe, die seither ein fester Besandteil der jährlichen Konzerte ist.

2020: 

Optimistisch begann das Jahr 2020 mit Vorbereitungen für die kommenden Auftritte. 

Überschattet wurden die kommenden Monate jedoch vom Beginn der Covid-19-Pandemie. Mit den angeordneten Lockdowns musste auch der Probenbetrieb eingestellt werden. Sobald es möglich war, wurden sehr zügig Ersatzkonzepte für die alternative Proben und Konzerte ausgearbeitet. Während wegen der Pandemie letztendlich leider kein Konzert durchgeführt werden konnte, stellen die Dirigenten einen hervorragenden Probenbesuch fest.

Besonders stolz sind  wir darauf, dass so gut wie alle Musiker dem Verein während dieser Zeit die Treue gehalten haben.

2021:

Nach einem erneuten Lockdown startet die Musikerjugend digital ins neue Jahr. Ab Juni hieß es dann für alle wieder: „Auf zum Re-Start!“ Es folgten einige Auftritte in umliegenden Biergärten und ein „Picknick mit Blasmusik“ im Oktober auf dem Pausenhof der Grundschule.

Absolutes Highlight 2021: Die BRASSerei belegt beim Video-Jugendcontest des ASM „movissimo“ mit ihrem Beitrag den 1. Platz! 

2022:

Nach langer Zeit konnten in diesem Jahr endlich wieder unsere beliebten Veranstaltungen wie Jugendkonzert, Gartenfest oder Herbstkonzert stattfinden.

Im Mai trennten sich die Wege der Musikkapelle und ihres 1. Dirigenten Michael Herrles. Kommissarisch übernimmt einmal mehr 2. Dirigentin Stefanie Sperber die musikalische Leitung der Kapelle. Erfreulich schnell wird der Verein bei der Suche nach einem Nachfolger fündig: Franziska Beyerlein aus Königsbrunn tritt zum 01.08.22 offiziell ihr Amt als 1. Dirigentin an. Ein absoluter Glücksgriff auch für zukünftige Marschtermine, denn Beyerlein ist unter anderem auch geprüfte Stabführerin.

2023:

Mehr denn je steht in diesem Jahr der Teamgedanke im Vordergrund: Die Musikkapelle verfügt nun über zwei Dirigentinnen, die in enger Absprache die kommenden Auftritte musikalisch planen. Musikalisches Highlight ist in diesem Jahr neben dem Jahreskonzert „Bergklänge“ auch der Tag der offenen Tür bei der Firma Siegmund. Hier wurde gemeinsam mit dem Musikverein Merching musiziert, bei dem Franziska Beyerlein ebenfalls als Dirigentin tätig ist.

Beim Gartenfest beweisen die Musiker des MVG einmal mehr hervorragende Teamarbeit: Innerhalb kürzester Zeit sind wegen des andauernden Regens zusätzliche Zelte für die zahlreichen Besucher organisiert und aufgebaut. Aber auch abseits davon tragen die vielen Helfer zu einem absolut gelungenen Festwochenende bei.

Der Erfolg der Kooperation mit beathof bestätigt sich einmal mehr: Zusätzlich zu den zwei Gruppen „Rhythmus & mehr“ sowie „Rasselbande“ wird zum neuen Schuljahr die „Nuckelmucke“ für Kinder bis zwei Jahren ins Leben gerufen.

2024:

Ein Generationenwechsel kündigt sich beim MVG an: Bei der Jahreshauptversammlung stellen sich zehn von zwölf Vorstandsmitgliedern nicht mehr zur Wiederwahl, unter ihnen auch 1. Vorstand Ernst Stauderer und 2. Vorstand Günter Kucera nach langjährigen Tätigkeiten.

Gewählt werden als neuer 1. Vorstand Christoph Wagner und als 2. Vorstand Martina Stauderer. 

Stolz sind wir, auf diese lange Vereinsgeschichte und Blasmusiktradition zurückblicken zu dürfen. Wir glauben, dass unsere Nachwuchsmusiker diese fortführen werden und die Musik – egal in welche Richtung sich diese entwickelt und welcher Mode sie unterworfen wird – weiterhin einen so großen Stellenwert in unserem und dem öffentlichen Leben haben wird.

Stand: Mai 2024